Das Projekt steht exemplarisch für Musikdesign im Major-Label-Kontext: klar strukturiert, termingebunden und gleichzeitig sensibel im Umgang mit Künstleridentität, Bildsprache und musikalischer Positionierung.
Weitere Projekte im Bereich Musikdesign und Releasekommunikation realisierten wir unter anderem für Eminem und Black Eyed Peas, jeweils im Kontext internationaler Album- und Singleveröffentlichungen.
Solidmind | Sleep
Für Solidmind entwickelten wir für das Produkt Sleep eine Kampagne, die das Thema Einschlafen bewusst neu erzählt. Statt Schlaf funktional oder medizinisch zu erklären, übersetzt die Kampagne den Wunsch nach Ruhe und Erholung in eine spielerische Textwelt – alles wie im Traum.
Die Kampagne funktioniert über Humor und reduziertes Design.

Opel | The New Normal
Für Opel entwickelten wir die Kampagne „The New Normal“ – mit dem Ziel, Elektromobilität vom futuristischen Lifestyle-Produkt zurück in den Alltag zu holen. Statt Elektromobilität als teures Zukunftsversprechen zu inszenieren, zeigt die Kampagne, warum Elektrofahrzeuge vor allem pragmatische Vorteile für ganz normale Menschen bieten: weniger Wartung, geringere Werkstattkosten, weniger Verschleißteile und ein einfacher, verlässlicher Antrieb ohne klassische Motorschäden.

Die Kampagne bricht bewusst mit gängigen Bildern der Elektromobilität. Gezeigt werden Menschen, die man nicht aus Nachhaltigkeitskampagnen kennt – kombiniert mit ironischen Zuschreibungen und Alltagsbeobachtungen. Eine Steckdose wird zur „Tankstelle“, Rollenklischees werden humorvoll gedreht. So entsteht ein Bild von Elektromobilität als das, was sie längst ist: unkompliziert, wirtschaftlich sinnvoll und bürgerlicher als ihr Ruf.
„The New Normal“ positioniert Elektromobilität nicht als Statement, sondern als selbstverständliche Entscheidung für den Alltag.





Oh Gott, ich bin ihm nicht billig genug
Großplakate in Berlin-Mitte: Comicartige Szenen über Preiskampf, Kaufdruck und Werbewelten. Ein Projekt von Stephan König im Rahmen von „THE ABC – Semiotik des Widerstandes.

Berlin-Mitte. Weinmeisterstraße, Linienstraße, Torstraße. Dort, wo sonst die üblichen Werbebotschaften laufen, haben wir den Spieß umgedreht: 12 Großplakate ersetzen den Konsumimperativ durch kurze, zugespitzte Szenen aus der Preis- und Kaufwelt.
Die Motive wirken wie Ausschnitte aus Comic-Heften: überzeichnet, emotional, sofort lesbar. Sie zeigen Preisschlachten, Kaufpanik und das Drama der Sonderangebote – und lassen den Unsinn so lange eskalieren, bis er seinen Sinn offenlegt.


Das Projekt nutzt die Mechanik von Werbung: klare Bildsprache, reduzierte Botschaften, starke Emotion. Der Unterschied: Diese Plakate verkaufen nichts. Sie zeigen, wie aggressiv und absurd eine Konsumwelt werden kann, wenn „viel hilft viel“ zur Standardlösung wird. Entstanden ist die Arbeit im Rahmen der Ausstellung „THE ABC, Semiotik des Widerstandes“. Die Serie ist als Intervention im öffentlichen Raum gedacht.



Florence and the Machine
Covergestaltung und Artikel für Promoaktion von Universal
Für das erste Album von Florence and the Machine sowie alle zugehörigen Singleauskopplungen übernahmen wir die Design- und Kommunikationsarbeiten für den deutschen Markt. Die Arbeiten entstanden im Auftrag von Universal Music und umfassten sämtliche gestalterischen Maßnahmen, die für die Einführung und Bewerbung eines neuen Albums und seiner Singles notwendig sind.

Neben Plakatmotiven und visuellen Key Visuals entwickelten wir die komplette visuelle Begleitung der Singlekampagnen. Dazu gehörten Layouts für Außenwerbung, Print- und Promotionmaterialien sowie gestalterische Anpassungen und Umsetzungen für unterschiedliche Ausspielkanäle. Ziel war eine konsistente visuelle Sprache, die sich nahtlos in die internationale Albumästhetik einfügt und gleichzeitig für den lokalen Markt funktioniert.
Die Arbeit war Teil einer umfassenden Album- und Releasekommunikation und begleitete mehrere Veröffentlichungsphasen. Gestaltung und Kommunikation wurden dabei nicht isoliert gedacht, sondern als zusammenhängende Kampagne, die Aufmerksamkeit erzeugt, Wiedererkennbarkeit schafft und den künstlerischen Auftritt der Band unterstützt.


Art and the City Zürich
Im Rahmen des Projekts Art and the City in Zürich, das internationale Künstlerinnen und Künstler zu Arbeiten im öffentlichen Raum einlädt, entwickelten wir mehrere gestalterische Begleitmedien in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Künstler Matt Mullican.


Unsere Arbeit umfasste die Gestaltung einer Karte für den Ausstellungskatalog, begleitende Flyer, ein Buch sowie eine Zeitschrift, die das Projekt redaktionell und visuell erweiterten. Ausgangspunkt war die konsequente Auseinandersetzung mit Mullicans künstlerischem Werk, insbesondere mit seinen Themen Kartografie, Orientierung, Systeme und mentale wie reale Räume.
Die gestalterischen Elemente aus Mullicans Bildwelt – Symbole, Zeichensysteme, Farbcodes und Kartenlogiken – wurden nicht lediglich reproduziert, sondern in ein eigenständiges grafisches System übersetzt, das den Charakter seiner Arbeit aufnimmt und für unterschiedliche Medien neu interpretiert. Gestaltung wurde dabei als Vermittlungsinstrument zwischen Kunst, Raum und Öffentlichkeit verstanden.
Die Zusammenarbeit mit Matt Mullican setzte sich in einem weiteren Projekt fort, das im Kontext von Grafik im Raum, Kunst am Bau und Ausstellungsdesign realisiert wurde, unter anderem am Flughafen BER. Auch dort stand die Übersetzung künstlerischer Systeme in räumliche und visuelle Kommunikation im Mittelpunkt.




